Mythos – Reichweite der BEV (Battery Electric Vehicle)

Mythos – Reichweite

Die Reichweite eines e-Autos ist immer noch ein kritischer Aspekt und sollte zu dem jeweiligen Nutzerprofil passen. Batteriegröße, Ladeleistung und die vorhandene Infrastruktur sind die bestimmenden Parameter, die sich gerade rasant entwickeln.

So hat sich z.B. laut „Bloomberg NEF, 3.12.2019“ der Preis für 1kWh Akkukapazität von 2010 bis 2019 um 87% von ca. 1100 US-Dollar auf 156 US- Dollar (Stand Dez. 2019) verringert, und die Analysten erwarten bis zum Jahr 2023 ein weiteres Absinken auf 100 US- Dollar, das sind dann noch ca. 90 Euro.

Die Ladeleistung hängt vom Ladestand des Akkus (SOC) einerseits und von der Bordlader/Ladepunkt Kombination andererseits ab. Sicher muss hier stark differenziert werden, aber für städtische Regionen sind (z.B. mit einem VW eUP) hier durchweg 11 kW AC Wechselstrom die Regel. Damit kann ich innerhalb von 30 min ca. 50 km nachladen. Für meinen eSmart mit 22 kW- Lader oder mit einer Renault ZOE kann ich in der Zeit auch gut 80 km nachladen. Für längere Strecken ist eine Ladetechnik vorteilhaft, die ohne Umwandlung den Strom direkt als Gleichstrom (DC) in den Akku schaufelt. Hier sind in der Serie die ersten 800V- Systeme angekommen, die in 15 min auch 250 km Reichweite laden. Wenn man sich vor Augen hält, dass diese Technik gerademal 10 Jahre alt ist, bin ich gespannt, was ist hier zu erwarten, wenn – wie bei Otto und Diesel – 120 Jahre Ingenieurskunst eingeflossen ist!

Die optimale Voraussetzung ist immer die Ladeoption zu Hause und bei der Arbeit, denn dann kann ich jeden Morgen mit vollem Akku starten und wahlweise bei Bedarf nachladen. Für die Installation eines Ladepunktes am eigenen Haus sollten weniger Probleme zu lösen sein, als in einer Anlage mit gemeinschaftlicher Tiefgarage. Aber auch hier gehen die Entwicklungen langsam in die richtige Richtung. So hat das Bundeskabinett am Montag 23.3.2020 einem entsprechenden Entwurf zum Wohnungseigentumsgesetzt aus dem Bundesjustizministerium zugestimmt, wonach jedem Wohnungseigentümer, auch ohne vollständige Zustimmung der WEG, die Installation eines Ladepunktes ermöglicht wird. 

Das Nutzerprofil wird von mehreren Faktoren mit individueller Gewichtung bestimmt: Fahrleistung pro Jahr, tägliche Distanzen, einziges Fahrzeug im Haushalt, Reichweite und Lademöglichkeiten, und nicht zuletzt der Fahrstil.

… wenn Sie Fragen haben, schicken Sie mir eine mail…

Kommentare

Hallo Caroline,

danke für Deine Anfrage.

Nein, da gibt es sicher Ausnahmen und ist letztlich von der persönlichen Situation des Mieters abhängig. Das wird bei der Fahrzeugübergabe abgesprochen. Es soll am Ende für alle möglichst unkompliziert und komfortabel sein. ;-)

Schöne Grüße und eine gute Woche für dich!

Uli Ferfers

Guten Morgen!

Muss das Fahrzeug bei Ihnen vollgeladen zurück gegeben werden?

Mit freundlichen Grüßen

Caroline Theyson

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