CO2 Belastung durch BEVs

Die größte EU- Organisation für Transport & Umwelt (TE) hat in dieser Woche mit „how clean are electric cars?“ die bislang umfangreichste Arbeit über diese Zusammenhänge veröffentlicht, und die CO2- Last der verschiedenen Pkw- Antriebstechniken in den einzelnen EU- Ländern miteinander verglichen und eine Prognose für das Jahr 2030 gewagt.

1. Aspekt: Anteil der Kohleverstromung

So ist der Ladetrom aus dem Netz z. B. in Polen bei dem europaweit höchsten Anteil der Kohleverstromung im Land nur schwer über die Nutzungsdauer auf der Straße aufzuholen, aber selbst unter diesen Bedingungen stößt das BEV noch 28% weniger CO2 aus als der Benziner und 22% sind es noch beim Diesel. Hingegen meldet Schweden heute, am 21.4.2020, als 3. europäisches Land nach Österreich und Belgien, den Eintrag auf die „coal-free Liste“ und bildet damit das anderes Ende dieser Skala. 

2. Aspekt: der Strommix für die Produktion / CO2- freie Produkte

Dieser Energiemix ist natürlich auf breiter Ebene wirksam und fällt gerade bei dem Thema Produktion des Fahrzeugs, und insbesondere bei der Produktion des Li-Ion-Akkus ins Gewicht.

Um so erfreulicher, wenn Volkswagen beim neuen ID.3 die Übergabe eines CO2- freien Produktes zusagt, wenngleich hier abzuwarten bleibt, wie viele und vor Allem welche Klima- Zertifikate zum Einsatz kommen werden, und ob dieser Einsatz sich im Verlauf dann deutlich reduzieren wird. Aber das ist doch absolut vorbildlich! 

3. Punkt: eigene Produktion von Akkus UND Zellen

Nach dem Einstieg von mehreren deutschen OEMs in das schwedischen Batterie Unternehmen Northvolt, soll im Jahr 2021 die Aufnahme der Produktion von eigenen Zellen und Akkus im Werk Northvolt Ett gestartet werden. Auch hier soll mit ausschließlich erneuerbaren Energien produziert werden und ein stetig steigender Anteil von recyceltem Kobalt, Nickel, Magnesium und Lithium zum Einsatz kommen. 

Wenn der Einsatz deutscher Ingenieurskunst in den Bereichen der Produktion nicht im Eiltempo aufholt, dann frage ich mich, wie wir als Exportnation in Zukunft bestehen werden.  „Technologieoffenheit“ ist gut, solange es - von mir aus hinter den Kulissen - mit Volldampf in die richtige Richtung geht.

Alles auf Dekarbonisierung

Ich denke was deutlich wird, ist das – bis auf wenige Ausnahmen - alle Akteure gemeinsame Ziele zur Nachhaltigkeit verfolgen, und die CO2- Last der E- Autos immer weiter abnehmen wird. Das kann weder ein Otto- noch ein Dieselantrieb für sich in Anspruch nehmen.

Quelle: link zur TE- Veröffentlichung
https://www.transportenvironment.org/what-we-do/electric-cars/how-clean-are-electric-cars
https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/T%26E’s%20EV%20life%20cycle%20analysis%20LCA.pdf

Quelle: Link zu „Europe beyond coal“ (coal-free Liste)
https://beyond-coal.eu/coal-exit-tracker/​​​​​​​

Quelle: Link zur Batterieproduktion Northvolt
https://northvolt.com/stories/foundations-for-green-batteries

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